Anfang des Jahres las ich in einem Post von @heinzskunk@social.tchncs.de von einem Bikepacking Event in der Schweiz. Man könnte es auch Rennen nennen. Die Schweiz hat schöne Berge und ich fahre gerne mit meinem Rad Berge hoch und runter. Da es eine Duo bzw. Paar-Wertung gab, hab ich den Benni @seebaer@ohai.social gefragt (nicht ĂŒberredet!) ob er mit will.

Vorbereitung

FĂŒr irgendwas VerrĂŒcktes anmelden geht immer schnell. 😅 Der Winter ging zuende, der FrĂŒhling war nass und kalt und ich hatte wenig Lust zum Radfahren. Irgendwann Ende April konnte mich langsam aufraffen und wieder Höhenmeter und Strecke trainieren. Einige 100 bis 200 km Touren durch den Odenwald und PfĂ€lzerwald wurden gefahren. Anfang Juni hab ich mit Benni zusammen dann noch im Schwarzwald eine schöne 170 km Tour mit ordentlich Höhenmetern gefahren. Danach noch mal ein paar kleinere Runden auf dem Hausberg (Königstuhl in Heidelberg) und das war‘s dann mit der Vorbereitung. Danach nur nicht mehr krank werden oder verletzen.đŸ€žđŸœ

AusrĂŒstung

Dass Radfahren bei mir selten in einer Materialschlacht endet, sondern eher minimalistisch aussieht, sollte bekannt sein. Ich hatte also mein Singlespeed (46/22) Rennrad dabei. Dazu einen Schlafsack, ein aufblasbares Kopfkissen (soviel Luxus muss sein) und meine Thermarest. Dazu noch dĂŒnne und leichte Schlafklamotten und eine Schicht Regenkleidung. Langfinger Handschuhe und Schlauchschal gegen potentielle KĂ€lte. FĂŒr Licht hatte ich die Lupine SL AF mit 2 Akkus und eine Rotlicht Max dabei. Und die iPhone Taschenlampe fĂŒr Nachtlager aufbauen.

Tag 0 - Anreise

Donnerstag war Anreise. Also bin ich morgens vom Kraichgau zum nĂ€chsten Bahnhof gefahren und von dort mit der S-Bahn zu Benni nach Karlsruhe. Von dort ging es weiter mit dem ICE nach Basel. Eigentlich hatten wir bis Bern gebucht, aber verspĂ€tete ZĂŒge aus DE dĂŒrfen das Schweizer Bahnnetz nicht stören. Also ging es weiter mit einer Schweizer Bahn bis Bern. In Bern haben wir erst mal eine schöne KĂ€se-Pizza gegessen und sind dann die 20 km Burgdorf mit dem Rad. Schon in den Randbezirken von Bern wurde uns direkt klargemacht, dass Schweizer Steigungen einfach eine komplett andere Nummer sind als wir sie aus den deutschen Mittelgebirgen kennen.. đŸ„”

Angekommen in Burgdorf haben wir direkt auf dem Campingplatz eingecheckt. Das war auch ein guter Plan, denn spĂ€ter hĂ€tten wir wahrscheinlich keinen Platz mehr bekommen. Danach gab es dann Renn-Registrierung bei Alex und eine weitere Pizza fĂŒr die Energiespeicher.

Blick vom Campingplatz in Burgdorf auf die Burg

Die erste Nacht dann auf dem Campingplatz mit etwas Schutz vor Tau und potentiellem Regen unter einem kleinen Vordach neben Bennis Zelt. Das war meine erste Nacht, die ich komplett ohne Zelt draußen geschlafen habe. Beim Einschlafen konnte ich den FledermĂ€usen zusehen wie sie ĂŒber unseren Köpfen kreisten und wahrscheinlich gerade Insekten gefangen haben. Insekten hatte ich dann auch spĂ€ter auf meinem Kopf und auf meinen HĂ€nden. Da bin ich die Nacht noch ein paar Mal aufgewacht und hab die Viecher abgeschĂŒttelt.

Tag 1 - Pass! Pass! wir brauchen Pass! đŸš”đŸœ

Morgens um 5 klingelt der Wecker. Benni und ich packen unser Zeug zusammen, laden ein letztes Mal unsere iPhones auf der Campingplatz-Toilette und machen uns dann auf dem Weg zum Start. Hier bekommen wir zum ersten Mal einen Eindruck von unseren Mitfahrern. Die sahen alle ganz schön fit und gut vorbereitet aus. Naja, nun kamen wir auch nicht mehr raus aus der Nummer. 😅 Gestartet wurde in kleinen Gruppen mit FĂŒhrungsfahrer und Überholverbot auf dem ersten Kilometer aus Burgdorf raus. Der erste Abschnitt danach war ein Parcours. Das bedeutet, dass wir im Gegensatz zum Rest des Events keine freie Streckenwahl hatten. Auf diesem Parcours ging es erstmal richtig gut bergauf. Oben angekommen, hatten wir dann auch den ersten Ausblick auf das Emmental und das Berner Oberland, in denen wir den Rest des Tages unterwegs sein wĂŒrden. Sehr beeindruckend. Bis zum ersten Checkpoint gab es ein paar kleinere Steigungen und wir hatten bald die ersten 1000 Höhenmeter gesammelt. Der Checkpoint selber war dann in Kemmeribodenbad. Einem sehr schönen Hotel am oberen Ende des Emmentals. Nachdem wir den ersten Stempel auf unserer Karte hatten, haben wir uns noch einen Snack und gegönnt. Alex, die Organisatorin, fragte uns noch, ob wir unten rum fahren oder „Abenteuer“ gewĂ€hlt hatten. Ja, keine Ahnung, einfach die Straße weiter.. đŸ€Ș

Die Straße war dann 500 Meter nach dem Checkpoint zu Ende und ging in eine sehr steile Schotterpiste ĂŒber. Ab hab ich dann das erste lĂ€ngere StĂŒck geschoben. Kein Problem aber, denn fahrend wĂ€re ich nicht viel schneller gewesen. Naja, landschaftlich war es auf jeden Fall wunderschön und Autoverkehr war auch kein Problem. Oben angekommen, ging es glĂŒcklicherweise auf perfektem Asphalt bergab. Danach kam wieder ein guter Anstieg, der am Ende steiler war, als es auf Komoot ausgesehen hatte (Überraschung!). Ich hab die steilen StĂŒcke wieder geschoben und Benni ist vorneweg gefahren. Auf der Passhöhe gab es erstmal ein alkoholfreies Bier und KuhglockengelĂ€ut. Die darauffolgenden Abfahrt war wieder mega gut! Es ging quasi alles, was wir bisher hochgefahren hatten, wieder runter. Wir waren inzwischen am Lungerersee angekommen. Hier gab es einen kurzen Snack und ein Red Bull. Von Lungern ging es noch mal 200 Meter parallel zur großen Hauptstraße steil bergauf. Was auch sonst. Aber lieber so als mit dem Feierabend/Wochenend Verkehr auf der großen Straße. Der nĂ€chste Ort war Meiringen am Fuß des höchsten Anstiegs des Rennens. Benni hatte kurz vor Meiringen gemerkt, dass er sein RĂŒcklicht verloren hatte und wir fanden kurz vor Ladenschluß tatsĂ€chlich noch einen Fahrradladen, der uns zum Spottpreis von 50 Franken noch ein Akku-RĂŒcklicht verkauft hat.

Zwischen Checkpoint 1 und Meiringen

Außerhalb von Meiringen ging es dann auf die Scheideggstraße. Auf quaeldich.de und co. hatte ich gelesen, dass die Straße gesperrt fĂŒr den Autoverkehr sein soll. Es war jetzt nicht viel los, aber es waren einige private PKW auf der schmalen Straße unterwegs. Nach den ersten paar Kilometern auf der Straße haben wir uns in einem (leider sehr unfreundlichen) Restaurant ein Abendessen und ein weiteres Bier gegönnt. Ab da ging es noch ein gutes StĂŒck sehr steil bergauf. Schieben war angesagt. Mit dem Abendessen im Bauch aber eh eine gute Idee. Dann kamen wir aus dem Wald raus und sind bis zum zweiten Checkpoint, der Schwarzwaldalp, quasi flach gefahren. Wir kamen 20 Minuten, bevor der Checkpoint geschlossen wurde, an, haben unseren Stempel kassiert und uns noch einen Espresso gegönnt. Von hier aus ging es im Licht der untergehenden Sonne auf die Passhöhe der großen Scheidegg. Wieder um die 15% Steigung und wieder schieben. Es zahlte sich aber aus, dass ich nicht nur Radfahrer, sondern auch WaldlĂ€ufer bin. Also ordentlich Kondition und Tempo fĂŒr bergauf Laufen und gehen. Im letzten Tageslicht kamen wir oben an. Der Ausblick war ĂŒberwĂ€ltigend. 😍

Genau zum Sonnenuntergang auf der Passhöhe der Großen Scheidegg

Schnell die Lupine Lampen angeschaltet, warme Klamotten ĂŒbergezogen und dann im Dunkeln die krassen, steilen Serpentinen runter nach Grindelwald. Die Abfahrt wĂ€re ein super Usecase fĂŒr das Fernlicht der Lupine SL AF gewesen, aber meine Akkus mussten ja noch bis zum Ende des Events durchhalten. Also nur mit normalen Licht und eingeschrĂ€nkter Sicht runter. Die Entscheidung gegen Akku- und fĂŒr Dynamolicht fiel ĂŒbrigens wĂ€hrend oder knapp nach dieser Abfahrt. Nachdem wir durch das sehr touristische Grindelwald durch waren, ging es leicht bergab ein gutes StĂŒck durch die Dunkelheit. Kurz vor Interlaken hatte ich spontan einen Campingplatz zur Übernachtung rausgesucht. Auf den Hahnenmoospass wollte ich an diesem Abend nicht mehr hoch. Naja, als wir den Campingplatz, der tatsĂ€chlich mitten im Ort lag, gefunden hatten, war natĂŒrlich niemand mehr an der Rezeption und auch kein Platz mehr frei. Da wir nicht viel Platz brauchten, stellten wir Zelt und Luftmatratze an der Tischtennisplatte des Campingplatz auf. Großer Fehler! Nur 10 Minuten spĂ€ter stand ein stark angetrunkener Schweizer vor uns, pöbelt rum und droht mit Polizei. Wir sollten innerhalb von 10 Minuten wieder verschwunden sein. Naja, mit dem war nicht groß zu diskutieren. Wir packten wieder zusammen und haben dank Bennis SpĂŒrnase einen super Grillplatz im Wald vor Interlaken gefunden. Hier haben wir wunderbar entspannt bis zum nĂ€chsten Morgen um 5 gepennt. Diesmal kam nur kurz eine MĂŒcke an meinem Kopf vorbei und das war‘s an Getier. 😅

Unser Lagerplatz bei Interlaken

Tag 2 - Hahnenmoos und 30% Rampe

Morgens um 5 schallt mein iPhone Wecker durch den den stockdunklen Wald. Zack, raus aus dem Schlafsack, Sachen zusammenpacken und Morgentoilette. Danach noch kurz auf Benni warten, der immer etwas mehr zu packen hatte als ich. Unser erstes Tagesziel war es in Interlaken eine geöffnete BĂ€ckerei oder einen Supermarkt zu finden. Das war schnell geschafft. Einen Espresso und ein paar GebĂ€ckwaren reingeschoben und weiter ging‘s Richtung Adelboden und Hahnenmoospass. Das Tal, das im Pass endet, streckt sich ĂŒber 20 km und ist am Anfang angenehm flach. Ideal also zum warm fahren. đŸ€“ Irgendwie hatte ich erwartet, dass wir in Adelboden (dem einzigen grĂ¶ĂŸeren Ort in dem Tal), noch eine Gelegenheit zum Flaschen auffĂŒllen und Essen kaufen finden, aber da hĂ€tten wir wahrscheinlich weiter in den Ort reinfahren mĂŒssen. Naja, ein netter Schweizer am Wegrand hat uns dann in seinem Haus unsere Wasserflaschen aufgefĂŒllt.

Nach Adelboden war es dann vorbei mit „angenehm flach“. Es ging ein ganzes StĂŒck sehr steil auf einer schönen, ruhigen und asphaltierten Straße bergauf. Zum ersten Mal stellte ich mein Entscheidung mit der Gangschaltung infrage. 😝 Naja, die Steigung flachte irgendwann wieder ab und ich konnte wieder fahren. Etwas spĂ€ter kleine Pause an der Seilbahnstation. Ab hier ging es einfach komplett steil weiter bis zum Pass. Oben angekommen wurden wir von Checkpoint 3 und Alphorn-BlĂ€sern empfangen. Schweiz wie im Bilderbuch. 🙂 Es nahte eine Regenfront und die Menschen vom Checkpoint rieten uns, diese im Restaurant abzuwarten. Benni und ich haben uns fĂŒr 20 Franken einen ordentlichen Teller SpĂ€tzle, GemĂŒse und Geschnetzeltes reingefahren. Endlich richtiges Essen!! Wir konnten ordentlich reinhauen, denn es warteten ĂŒber 20 km Abfahrt auf uns. Oben auf dem Pass hatten wir dann auch unsere Route geĂ€ndert. Zum einen um uns eine Abfahrt ĂŒber Schotter zu ersparen und zum anderen sah die alternative Route nach erheblich weniger Höhenmetern aus. Spoiler: am Ende waren es nur 300 Höhenmeter weniger. Egal, war trotzdem schön.

Pause auf einem Sessellift-Sessel kurz vor dem Hannenmoospass

In der NĂ€he von Thun verließen wir das Tal und fuhren ĂŒber schöne Radwege und kleine Straßen Richtung Jura. Das Höhenprofil auf Komoot hatte 2 sichtbare Steigungen. Eine davon war nicht rot sondern tiefschwarz eingezeichnet. Am Anfang der Steigung empfing uns dann ein „30%“ Schild. Benni wĂ€re gerne der Radweg-Ausschilderung gefolgt. Ich musste sowieso schieben und dachte, dass es am Ende keinen Unterschied macht. Naja, sogar ich hab unterwegs an dieser Annahme gezweifelt. Denn diese Steigung war auch schiebend kaum zu meistern. Ich halte hiermit fest: der Radweg wĂ€re sicher besser gewesen. Nach 2 km waren wir dann endlich oben und es ging viele Kilometer durch sehr dĂŒnn besiedeltes Gebiet weiter. Benni war schon ein bisschen angeschlagen, hat sich aber tapfer Richtung Checkpoint am Schloß MĂŒnchenwiler durchgebissen.

Die 30% Rampe

Kurz vor dem Checkpoint kamen plötzlich 3 weitere Vollgummis von links auf unsere Route. Es folgte eine genialer “Ziel“ Einfahrt mit 5 Fahrern zum Checkpoint. Die Wahrscheinlichkeit, dass man auf so einer langen Strecke und freier Streckenwahl auf Mitfahrer trifft, ist schon ziemlich gering. Am Checkpoint gab es neben dem obligatorischen Stempel dann noch leckere Nussgipfeli und frisches Wasser. Wir sind dann direkt weiter in das nĂ€chste StĂ€dtchen Murten und haben uns dort eine Pizza, Cola und Pommes gegönnt. An der Pizzeria packte gerade ein weiterer Vollgummi Fahrer seine Sachen zusammen. ZufĂ€lle gibts.

Nach der StĂ€rkung fuhren wir weiter Richtung Jura Gebirge. Unterwegs trafen wir wieder eine Fahrerin, die wir schon zwei Mal ĂŒberholt hatten. Sie hatte uns offensichtlich zwischenzeitlich zurĂŒckĂŒberholt. Nicht zwingend schneller gefahren, aber oben auf dem Hahnenmoospass hatte sie die kĂŒrzere Schottervariante gewĂ€hlt und damit einige Kilometer im Vergleich eingespart. Benni hatte inzwischen einen Schlafplatz rausgesucht. Wir hatten versucht, wieder einen im Wald zu finden. Zumindest war der Platz, den wir dann gefunden haben auch am Waldrand gelegen. Einen Weg in den Wald rein haben wir nicht mehr gefunden. Aber es war inzwischen auch echt egal. Wir haben unser Lager direkt auf einer abgemĂ€hten Wiese aufgeschlagen. Dass uns jedes vorbeifahrende Auto mit dem Fernlicht angeleuchtet hat und auch mindestens 2 Radfahrer direkt an uns vorbeigefahren sind, hat mich einfach ĂŒberhaupt nicht mehr gestört. Zum Einschlafen habe ich dann Sternschnuppen angeschaut. Denn es waren die Perseiden angekĂŒndigt. Wirklich Großartige Sache, einfach unter freiem Himmel schlafen und den Himmel anschauen. Mittlerweile waren Insekten ĂŒbrigens ĂŒberhaupt kein Problem mehr. Wahrscheinlich war der Gestank einfach viel zu schlimm geworden. â˜Łïž

Die Camping-Wiese der 3. Nacht

Tag 3 - Jura

Der Wecker klingelte wieder um 5. Mit dem ersten Blick an den Himmel gleich wieder eine Sternschnuppe gesehen. So kann ein Tag anfangen. đŸ€© Nachdem die Sachen zusammengepackt waren, saßen wir wieder auf dem Rad. Benni hatte eindeutige ErkĂ€ltungssymptome, wollte aber probieren, weiterzufahren. Knapp 120 km und 3000 Höhenmeter waren noch von unserem Track ĂŒbrig. In gesundem Zustand könnte man das bis zum frĂŒhen Nachmittag fertig fahren.

Es ging dann ĂŒber das Dörfchen Grenchen, in dem wir leider keinen BĂ€cker gefunden haben, ĂŒber eine extrem schöne und leere Straße hoch zum Grenchenberg. Ich konnte ĂŒberraschenderweise relativ viel fahren und die Zuversicht wuchs, dass wir es bis ins Ziel schaffen. Leider ging es Benni nicht ansatzweise so gut wie mir. Ich wartete irgendwo knapp unter 1000 Meter auf ihn und zusammen entschieden wir, das Rennen abzubrechen.

Aussicht vom Jura

Also wieder runter ins Tal gerollt und dort am Ortsausgang von Grenchen eine riesige BĂ€ckerei bzw. ein CafĂ© gefunden. Hier haben wir endlich unser FrĂŒhstĂŒck bekommen. Benni ist von dort aus dann weiter auf direktem Weg nach Burgdorf um dort unsere GPS Tracker abzugeben. Ich hatte mich entschieden aus ZeitgrĂŒnden das Rennen auch nicht zuende zu bringen sondern einfach mehr oder weniger direkt nach Norden Richtung Basel und Deutschland zu fahren. Denn Sonntagabend einen Zug nach DE mit Fahrradmitnahme zu finden wĂ€re wahrscheinlich nahezu unmöglich gewesen und damit hĂ€tte ich noch eine Nacht in der Schweiz gebraucht. Naja, so ging es dann total entspannt noch mal 80 km ĂŒber den Jura bis nach Lörrach in Deutschland.

Dass ich das Rennen genauso abgebrochen habe und auch nicht nach Burgdorf gefahren bin, war im Nachhinein genau die richtige Entscheidung. Ich kam am spĂ€ten Sonntagabend zuhause an und schon Montag frĂŒh ging es mir dreckig. Ich hatte mich bei Benni angesteckt und es wĂ€re einfach sehr unschön gewesen, so noch nach Hause fahren zu mĂŒssen. đŸ€ą

In Basel angekommen

Fazit

Ich bin ja schon vorher lange Strecken gefahren. Aber halt immer alleine oder zu zweit. So ein Rennen bzw. Bikepacking-Event mit Live-Tracker ist einfach noch mal eine ganz andere Nummer. Unterwegs immer wieder Gleichgesinnte zu treffen und mit ihnen zu schnacken war echt cool. Dazu Checkpoints, an denen es mehr oder weniger garantiert auch Verpflegung gab. Das ist auch noch mal was anderes, als nach der nÀchsten 24h Tanke zu suchen.

Die Umstellung von Lupine-Akkulicht auf SON/Supernova Dynamolicht ist bereits in Arbeit. Denn ab 2-3 Tage bzw. Übernachtungen hab ich einfach massive Akku-Angst. 😅 Tja, und auch wenn ich ein paar Mal gedacht hab, dass eine Schaltung ganz praktisch wĂ€re, extra fĂŒr sowas noch ein Fahrrad kaufen, wĂ€re halt nix. Mein Haus passt einfach nicht zu n+1 und so richtig nachhaltig ist es auch nicht, zig FahrrĂ€der zuhause zu haben.

An dieser Stelle auch noch mal vielen Dank an Benni fĂŒrs Mitfahren und Durchbeißen am Schluss. đŸ€“